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  • Unbekannte Geschichten der Nachkriegszeit  – „Wolfskinder“ in Sachsen

    Im Spätherbst 1947 kamen Kindergruppen, die aus dem sowjetisch besetzten Ostpreußen abtransportiert worden waren, auch nach Sachsen und wurden zuerst im Umsiedlerlager in Bischofswerda unter Quarantäne gestellt, später in Kinderheime einquartiert. Viele dieser Kinder hatten ihre Eltern teilweise oder gänzlich verloren und waren teilweise auch als sogenannte „Wolfskinder“ in Litauen unterwegs gewesen. Einige Jahre später, im Frühsommer 1951 trafen weitere Transporte aus Litauen ein, mit denen ostpreußische Jugendliche, die mehrere Jahre als „Wolfskinder“ unterwegs gewesen waren, nach Sachsen kamen und von denen viele in das Kinderheim Bernsdorf einquartiert wurden.

    Wolfskinder in der DDR
    Chemnitz (Bernsdorf) 1951

    Bis heute sind deren Geschichten in der Region größtenteils unbekannt geblieben. Wir wissen weder etwas über ihre Eingliederungszeit in Sachsen noch über ihre weiteren Lebenswege. Auskünfte und Erzählungen über ihre Schicksale können Schlaglichter auf die wenig beleuchtete Nachkriegsgeschichte liefern. Für das Jahr 2020 ist eine Ausstellung zu Wolfskindern im Freistaat Sachsen geplant. Dafür suchen wir noch Geschichten, Dokumente, und Fotos.